SoSein - Inspiration

 

 

 

 

Hier habe ich eine Sammlung an inspirierenden Texten & Gedichte für Dich!

 

 

 

 

 

 

 

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Foto@pixabay

 

Alles ist vergänglich, es gibt kein *für immer*. Alles ist Veränderung, vom kleinsten Makrokosmos bis zum größten Mikrokosmos. Selbst die Sterne leuchten nicht immer gleich hell am Firmament...also erschaffe dir selbst Inseln der Stille und Schönheit, wo du eine Zeit lang verweilen kannst. Um dich dann wieder voller Kraft und Mut dem Fluss des Lebens und dem Wandel der Veränderung hinzugeben. 
- Andrea Kasper

 

 

 

Foto@pixabay August 2021

 

 

 

Bedenke, deine Angst mag für dich Berechtigung, Begründung und die Wahrheit sein, aber sie gilt nicht für den Anderen. Genausowenig gilt die Angst des Anderen für dich.

Nur du alleine kannst deine Angst erlösen und heilen, der Andere ist lediglich der Spiegel oder der Unterstützer dazu.

So lass dich auf deine Angst ein, denn sie ist nur ein Gefühl und keine Tatsache. Atme sie durch, gib ihr Zeit und Raum, sodass sie gehen kann.

- Andrea Kasper

 

 

Foto@pixabay August 2021

 

 

 

Der Sinn des Lebens ist, das Leben zu genießen. Das mag Dir zu einfach vorkommen... Aber wenn Du verstanden hast, dass dieses Universum und mit ihm Du - als Ausdruck des gesamten Universums - auf Schwingung basiert, wird es dir klar: Genuss ist eine der höchsten Schwingungen die wir von uns geben, in der wir schwelgen und in der wir scheinbar vergehen können.

 

Genießt Du Dich in deinem Mensch-Sein, dann tanzen die Atome in Deinen Zellen, dann vibrieren Deine Energiemuster in allen Farben, dann klingen die Akkorde und Harmonien deines SEINS durch die unendlichen Weiten des Universums. Mit gewaltigen Auswirkungen für Dich.

 

 

Alle kosmischen Kräfte neigen sich dir zu und stimmen in Deinen Genuss mit ein. Schließlich genießt du in diesem zeitlosen Moment des Dich-Annehmens alles - Alles-was-ist - Dich. Denn Du bist das Alles.

Genieß Dich! Du bist wundervoll, einzigartig und von unendlicher Schönheit und Würde. Leuchte in den Farben, die nur in Dir wohnen und klinge in den Tönen die nur Du hervorbringen kannst!

- Mike Reiss

 

 

Foto@pixabay August 2021

 

 

 

Fang an, dir all das mehr und mehr zu schenken,

was du bisher von anderen erwartet hast,

angefangen bei deinen Eltern in deiner Kindheit.

Solange wir uns selbst die Liebe verweigern,

können wir die Liebe anderer nicht empfangen,

ja oft nicht einmal erkennen, dass sie da ist.

~ Robert Betz

 

 

 

 

 

 

Foto@pixabay August 2021

 

 


"Liebst du mich?", fragte Alice.

Nein, ich liebe dich nicht, antwortete das weiße Kaninchen.

Alice runzelte die Stirn und legte ihre Hände zusammen, wie sie es immer tat, wenn sie verletzt war.

Siehst du, erwiderte das weiße Kaninchen.

Jetzt wirst du dich fragen, was dich so unvollkommen macht und was du falsch gemacht hast, damit ich dich nicht wenigstens ein wenig lieben kann.

Weißt du, deshalb kann ich dich nicht lieben. Du wirst nicht immer geliebt werden Alice, es wird Tage geben, an denen andere müde und gelangweilt vom Leben sind, ihre Köpfe in den Wolken haben und dich verletzen werden.

Weil Menschen so sind, verletzen sie sich immer gegenseitig, sei es durch Nachlässigkeit, Missverständnisse oder Konflikte mit sich selbst.

Wenn sie sich selbst nicht lieben, zumindest ein wenig, wenn sie keinen Brustpanzer der Selbstliebe und des Glücks um Ihr Herz schaffen, wird das schwache Unbehagen, das von anderen verursacht wird, tödlich und zerstört sie.

Als ich dich das erste Mal sah, schloss ich einen Pakt mit mir selbst: "Ich werde es vermeiden, dich zu lieben, bis du lernst, dich selbst zu lieben."

"Alice im Wunderland" ~ Lewis Carroll

 

Foto@pixabay August 2021

 

 

 

Ich bin da, um mein Leben zu gestalten, meine Hürden zu meistern, mich Herausforderungen zu stellen, das Leben "leben" und dennoch mich selbst niemals zu vergessen!

Unsicherheit, Angst und Zweifel sind Begleiter, die mich vorsichtig sein lassen. Liebe, Mut und Zuversicht sind Begleiter, die mich vorwärts gehen lassen und mich inspirieren.

Trotz alle Widrigkeiten darf ich für mich selbst entscheiden und selbstverantwortlich handeln, sodass ich das Beste für mich erziele.

Meine Intuition darf mich leiten, sie ist mein Kompass und meine Sicherheitsleine gleichzeitig. Mein Gefühl in unangenehmen Situationen vertraue ich!

Ich vetraue mir sowieso! Denn damit bin ich nicht manipulierbar und nicht die Marionette anderer!

Und ich sorge für mich, sodass es mir gut geht. Wenn es mir gut geht, dann geht es allen anderen um mich herum auch gut. Denn dann bin ich vollkommen präsent und da im Moment des Hier&Jetzt, ich bin klar im Gedanken und liebevoll im Herzen. Erlaube es dir auch!

~ Andrea Kasper

 

 

Foto@pixabay August 2021

 

 

 

 

 

 

Entweder heilen wir unsere Wunden oder durchleben sie, Liebling. Du verdienst ein Leben ohne das Gefühl, dass Du nicht über sie hinaus sehen kannst. Als ob Du dich jenseits von ihnen nicht fühlen kannst. Du verdienst es, wie es sich anfühlt, ein geheiltes Herz zu haben, eine Vergangenheit voller Verständnis und eine Zukunft voller irdischer Hoffnung auf die besten Ergebnisse. Es ist aufregend, so zu leben. Es ist sinnvoll. Es ist das, was Du verdienst.

– S.C.Lourie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto@Andrea Kasper August 2021

 

 

 

Wenn wir in unseren BEZIEHUNGEN

zueinander uns selber als geheilt empfinden,

könnten wir uns wechselseitig

von Respekt,

von Hochachtung,

von Vertrauen,

von Zuversicht bestimmen lassen,

und wir könnten den Mut aufbringen,

an die Möglichkeiten des anderen ernsthaft zu glauben.

Doch dazu gehört,

dass wir die EIGENE WAHRHEIT

zunächst einmal bei uns selber suchen,

statt die Schwierigkeiten,

die wir mit uns haben,

partout im anderen lösen zu wollen;

es gehört auch dazu,

sich als erstes selber zu fragen,

wie man lebt, statt zu beaufsichtigen,

wie der andere sein Leben einrichten möchte.

~ Eugen Drewermann 

 

 

 

 

 

 

 

Foto@pixabay August 2021

 

 

 

Jeder Mensch hat Angst, doch wenn es uns gelingt, tief in sie hineinzuschauen, können wir uns aus ihrem Griff befreien und die Freude berühren. Die Angst sorgt dafür, dass unser Blick auf die Vergangenheit gerichtet bleibt oder wir uns um die Zukunft sorgen. Wenn wir uns unsere Angst eingestehen, können wir auch erkennen, dass in diesem Augenblick alles in Ordnung ist.

JETZT, in diesem Augenblick, sind wir noch am Leben und unser Körper arbeitet wunderbar. Noch können unsere Augen den wunderschönen Himmel sehen. Noch können unsere Ohren die Stimmen unserer Lieben hören. – Wenn wir verstehen, dass wir mehr sind als unser physischer Körper, dass wir weder aus dem Nichts kommen noch uns in nichts auflösen werden, sind wir von der Angst befreit.

~ Thich Nhat Hanh / Der furchtlose Buddha

 

Foto@pixabay August 2021

 

 

Vom Krieger, der bereit war zu sterben

 

Es war zu der Zeit, als alle auf dieser Welt an ihrem Platz waren. Die Mamas hatten Kinder, die Väter so viel Zeit, wie sie für die Familie wollten. Straßenkehrer kehrten pfeifend die Straßen und wenn sie keine Lust hatten, übernehmen Roboter die Aufgabe. Philosophen philosophierten, Forscher forschten und manchmal philosophierten die Philosophen über die Forschungsergebnisse der Forscher.

 

Die Welt war ein friedlicher Ort, denn jeder Mensch war an seinem Platz. Jeder tat das, wofür er hier war, was seiner Bestimmung entsprach. Und niemand machte sich einen Kopf darüber, ob die Bestimmung des einen wichtiger oder bedeutsamer war als die eigene. "Wenn jeder an seinem Platz ist, geht es allen gut", war das Credo dieser Welt. Und so war es.

 

In dieser Welt, wo jeder an seinem Platz war, gab es auch einen abgetrennten Teil. Er war schwarzweiß. Und dieser Teil hatte nichts mit dem anderen zu tun. Es war der Ort des Krieges und dort hielten sich die Menschen auf, die es als ihre Bestimmung empfanden zu kämpfen. Es wurde gemetzelt und gemordet, geschrieen und geflucht.

Jetzt magst du sagen: "Aber in einer perfekten Welt sollte es keine Kriege mehr geben." Interessant. Wo sollte denn dann aber der Platz sein für Menschen, die Kampf als ihre Bestimmung sehen? Und alle Menschen wussten das. Es war nicht an Peter und auch nicht an Paul, über andere zu richten.

So lachten und lebten die einen ein buntes Leben, während die anderen in Schwarzweiß kämpften und keuchten.

Eines Tages hatte aber einer der Krieger Zweifel. Er fing an sich zu fragen, ob das wirklich alles sei auf dieser Welt, die Axt zu schwingen und möglichst viele zu töten, während man selber überlebte. Wochenlang erzählte er niemandem, was ihn beschäftigte, er wagte es nicht, den Sinn des Kämpfens anzuzweifeln.

In einer der Kampfpausen saß er unter einem Baum, ruhte sich aus und dachte nach. Da kam ein alter Krieger auf ihn zu. Er hatte ein zerfranstes Hemd an, die Ärmel bis zum Ellbogen hochgekrempelt, und setzte sich ohne zu fragen neben den nachdenklichen Krieger.

"Na, bist du des Kämpfens müde?", fragte er den Nachsinnenden unverblümt. "Wie kommst du darauf?", fuhr ihn der andere an, während er aufsprang und zur Verteidigung die Kampfaxt hob. Der Alte lachte. "Setz dich, ich tue dir nichts. Wir machen gerade Pause, da tötet man keine Menschen." Zögerlich ließ der Jüngere die Axt sinken, mit Skepsis im Gesicht und gleichzeitig auch Neugierde.

"Es ist ok, wenn du dich fragst, ob Kämpfen wirklich alles ist", lächelte der Alte. Der andere schwieg, er wagte es nicht, offen den Sinn seines Lebens anzuzweifeln. Sein Platz war doch das Schlachtfeld, immer gewesen! "Es gibt einen Ort auf dieser Welt, dort kämpft niemand", fuhr der alte Krieger fort. Jetzt sprang der junge Krieger wieder auf, die Axt drohend zum Schlag ausholend: "Du lügst!!! Die ganz Welt ist ein Schlachtfeld und wir sind hier, um zu kämpfen! Nur so überlebt man auf der Erde!" Doch irgendetwas ließ ihn zögern, den anderen einfach zu töten, obwohl es sehr leicht gewesen wäre, wehrte dieser sich doch kein Bisschen.

"Du irrst. Und ich will es dir beweisen, wenn du dir einen Beweis wünschst." Er wartete kurz und fing dann an, seinen rechten zerfransten Ärmel hochzuschieben. Der junge Krieger konnte kaum glauben, was er dort sah: Auf dem Oberarm prangerte ein Tattoo, wie er es noch nie gesehen hatte - denn es war in Farbe! Noch nie hatte er Farbe gesehen und ihm verschlug es den Atem! Ob das Hexenkunst war, von der er ab und zu etwas gehört hatte und für die man wohl auch Menschen tötete?

"Nein, da ist kein Hexenwerk", sagte der Alte, als hätte er die Gedanken des anderen Kriegers gehört. "Ich habe es aus der bunten Welt. Dort, wo auch jeder an seinem Platz ist, nur in Frieden, Harmonie und Freude. Ein Ort, wo Menschen sich nicht töten, sondern sich gegenseitig helfen, miteinander feiern und lachen. Und glaub mir, ein Ort, wo es wirklich lebenswert ist, unser Leben."

Die Axt senkte sich wieder. Der Anblick der Farbe sorgte dafür, dass der Junge sich fast wie benommen fühlte. irgendwie hatte er gespürt, dass es da noch was anderes geben musste, aber er hatte es nie wirklich greifen können. Der Ältere krempelte den Ärmel wieder runter, denn niemand sonst sollte sehen, was er am Arm trug. Er erzählte dem verwirrten jungen Krieger von dem anderen Teil der Welt, wie er dort früher gelebt hatte und dann eines Tages gewechselt hatte auf die Seite des Krieges.

"Wie kommt man dorthin?", wollte der Junge wissen, mehr und mehr in den Bann gezogen von dem Leben, von dem andere andere sprach. "Ich kann dir sagen, wo der Vorhang ist, der die Welten trennt. Und ja, es ist dir möglich, ihn zu durchschreiten. Es gibt nur eine Bedingung, die du erfüllen musst, um hindurch gehen zu können." "Welche ist das?", wollte der Junge begierig wissen. "Du musst alle deine Waffen an Ort und Stelle fallen lassen und schwören, sie nicht mehr zu benutzen. Denn ein Kämpfer kann den Vorhang nicht durchschreiten. Es sind die Waffen und die Bereitschaft zu töten, zu verletzen und letztlich der Glaube daran, dass dies die eigene Bestimmung ist, die es unmöglich machen, auf die bunte Seite der Welt zu wechseln."

Der junge Krieger erschrak. Seine Waffen niederlegen? Das würde seinen sicheren Tod bedeuten, so würde er es keine Meile weit schaffen! Es musste ein Trick sein, damit der andere ihn töten könnte, ja, so musste es sein! Wobei, er machte nicht den Eindruck, als wäre er gerade auf Töten aus. Aber sicher konnte er nicht sein. Nein, die Waffen niederlegen, das war nur etwas, was dumme Krieger taten, und sie bezahlten meist mit dem Leben.

"Ich weiß, was du denkst. Nur ist es nicht meine Absicht, dich zu töten. Dann hätte ich dich vorhin einfach von hinten erschlagen, als du nachdenken unter dem Baum saßest. Ich aber bin hier, um dir zu sagen, dass deine Zweifel an einem Leben voller Kampf berechtigt sind und dass es einen Weg gibt. Ja, du gehst ein Risiko ein, das ist richtig. Am Ende wirst du wählen müssen, ob du deiner wahren Bestimmung folgst und auf die anderen Seite wechselst oder ob du dein Leben im vermeintlich sicheren Kampf weiterleben willst, der dich in jedem Fall umbringen wird, früher oder später."

Der junge Krieger dachte fiebrig nach. Schließlich stieß er hervor: "Ha! Wenn es dort so wunderbar ist, wie du sagst, warum wärst du dann so dumm gewesen, auf diese Seite zu kommen, wo alles schwarzweiß und düster und voller Tod ist?"
Der Alte lächelte. "Weil ich erkannt habe, dass es meine Bestimmung ist, den Kriegern und Mördern, die offen dafür sind, davon zu erzählen, dass es noch ein anderes Leben gibt." "Aber du könntest hier dabei sterben, nicht jeder ist so ein geduldiger Zuhörer wie ich." "Ich weiß", entgegnete der alte Krieger. "Nur ist das das Wesen einer Bestimmung: Du erkennst sie daran, dass du bereit wärst zu sterben, um sie zu erfüllen. Jede Mutter wird dir auf der drüberen Seite bestätigen, dass sie um das Risiko für ihr Leben weiß, wenn sie neues Leben gebärt. Und doch würde sie es lächelnd geben, um ihrem Kind es zu schenken. Der Lohn für die Bereitschaft zu sterben, um seiner Bestimmung zu folgen, ist so köstlich, so mannigfaltig und so reich, dass kein Tod dieser Welt ihn verderben könnte."

Schweigend dachte der jüngere Krieger nach. Die Worte des Alten waren ehrlich und wahr, das konnte er spüren. Zum ersten Mal war er hier einem Menschen begegnet, der ehrlich war. Das kannte er aus seiner verlogenen, betrügenden und mordenden Welt nicht. Es berührte ihn tief drinnen an einem Ort, den er bisher nie gespürt hatte: sein Herz. Und er wusste, dass es nun kein Zurück mehr für ihn geben würde. Denn wer einmal die Wahrheit und die Liebe im Ansatz gespürt hat, will nie wieder in der Dunkelheit versinken.

Voller Angst und mit zitternden Knien ließ er seine Axt und seine drei Messer fallen, auch das Schild. Nackt stand er vor einem voll bewaffneten Krieger und er wusste, er könnte jeden Moment sterben. Doch der Wunsch zu leben war größer. "Zeig mir den Weg", sagte er mit bebender Stimme. "Dein Wunsch ist mir Befehl", lächelte der Alte und berührte ihn freundschaftlich an der Schulter, noch eine neue Erfahrung für den jungen Krieger.

"Und jetzt, wo du dich deinem Tod gestellt hast, um das Leben zu finden, verrate ich dir, dass du keine Angst haben musst. Denn ich werde auf jedem Schritt bis zum Vorhang an deiner Seite sein. Ich trage die Waffen, die dich schützen. Und damit du das bunte Leben kennenlernen kannst, würde ich ohne zu zögern sterben. Dein neues Leben hat begonnen, als du deine Angst besiegt hast. Und nun komm, mein Freund, ich werde dich sicher an dein Ziel bringen."

So begannen beide gemeinsam ihre Reise, die von Erfüllung und Bestimmung gesäumt war. Und beide hätten sich nicht reicher und glücklicher fühlen können als in diesem Moment.

- Silvia Maria Engl   www.silvia-maria-engl.com

Foto@pixabay / Feb.2021